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Probetag im Handwerk richtig machen

Probetag im Handwerk: Was rechtlich gilt, wann Vergütung fällig wird, wie Sie gute Bewerber nicht verlieren und worauf Sie am Probetag achten sollten.

Ein Probetag ist im Handwerk oft aussagekräftiger als jedes Gespräch. Der Bewerber sieht den Betrieb, das Team sieht den Bewerber. Damit das für beide Seiten fair und rechtlich sauber läuft, gibt es ein paar Regeln.

Kennenlernen oder Arbeit?

Rechtlich entscheidend ist, ob der Bewerber nur zuschaut und sich einbringt oder ob er produktiv mitarbeitet und Anweisungen befolgen muss. Ein kurzes, unverbindliches Kennenlernen ohne Arbeitspflicht ist in engen Grenzen möglich. Sobald echte Arbeit geleistet wird, entsteht in der Regel ein Arbeitsverhältnis – mit Vergütungspflicht. Mehr: Probearbeit im Lexikon

So machen Sie es richtig

  • Kurz halten: Ein Tag reicht meist. Mehrere Wochen „Praktikum“ sind keine Probearbeit mehr.
  • Vorher klären: Wird der Tag bezahlt? Wer fährt? Was zieht der Bewerber an?
  • Versicherung: Klären Sie den Unfallversicherungsschutz.
  • Keine Alleinarbeit beim Kunden: Der Bewerber läuft mit, übernimmt aber keine Verantwortung.
  • Bezahlen ist die sichere Variante: Ein bezahlter Probetag ist rechtlich unkompliziert und zeigt Wertschätzung.

Wann ein Probetag Bewerber kostet

Viele wechselwillige Fachkräfte sind noch in einem Job. Ein Probetag bedeutet für sie einen Urlaubstag. Wer gleich nach dem ersten Telefonat einen Probetag verlangt, verliert gute Kandidaten. Besser: erst ein kurzes Gespräch, dann ein Probetag, wenn beide Seiten ernsthaft interessiert sind – gern auch an einem Samstag oder als halber Tag.

Was Sie am Probetag beobachten sollten

  • Wie geht er mit Werkzeug und Material um?
  • Wie spricht er mit Kollegen und Kunden?
  • Stellt er Fragen, wenn er etwas nicht kennt?
  • Wie sieht der Arbeitsplatz am Ende aus?

Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Muss ich einen Probetag bezahlen?

Sobald produktiv mitgearbeitet wird, in der Regel ja. Ein bezahlter Probetag ist die sichere Variante.

Wie lang darf ein Probetag sein?

Kurz – meist reicht ein Tag.

Verlangen Sie von Kandidaten einen Probetag?

Nein, das entscheiden Sie. Wir empfehlen ihn nach dem ersten Gespräch.

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