Ihre besten Mitarbeiter kennen andere gute Leute: aus der Berufsschule, vom Fußball, von früheren Baustellen. Ein Empfehlungsprogramm macht dieses Netzwerk nutzbar – günstig, schnell und mit Kandidaten, die oft besonders gut passen.
Warum Empfehlungen so gut funktionieren
- Mitarbeiter empfehlen nur Leute, für die sie sich nicht schämen müssen
- der Kandidat kennt den Betrieb schon aus erster Hand
- die Einarbeitung läuft leichter, weil ein Kollege da ist
So bauen Sie ein Empfehlungsprogramm auf
1. Klare Prämie
Legen Sie einen festen Betrag fest und schreiben Sie ihn auf. Bewährt hat sich eine Auszahlung in zwei Teilen: einen Teil bei Einstellung, den Rest nach bestandener Probezeit.
2. Einfache Regeln
Wer darf empfehlen? Für welche Stellen? Wie läuft die Meldung? Eine Seite reicht.
3. Regelmäßig erinnern
In jeder Teambesprechung kurz sagen, welche Stellen offen sind. Ein Aushang in der Werkstatt hilft ebenfalls.
4. Schnell reagieren
Wird jemand empfohlen, melden Sie sich innerhalb eines Tages. Sonst glaubt das Team nicht an das Programm.
5. Danke sagen
Auch wenn eine Empfehlung nicht klappt: ein ehrliches Danke an den Mitarbeiter. Die Prämie bei Erfolg öffentlich übergeben.
Grenzen von Empfehlungen
Empfehlungen sind stark, aber nicht planbar. Wer schnell mehrere Stellen besetzen muss oder ein kleines Team hat, braucht zusätzlich direkte Ansprache in der Region – siehe verdeckter Stellenmarkt.
Häufige Fragen
Ist eine Empfehlungsprämie steuerpflichtig?
In der Regel ja, sie wird wie Arbeitslohn behandelt. Klären Sie die Details mit Ihrem Steuerberater.
Wie hoch sollte die Prämie sein?
So hoch, dass sie sich lohnt, und deutlich unter den Kosten einer offenen Stelle. Viele Betriebe wählen einen festen Betrag je nach Beruf.
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