Der Meisterbrief ist im Handwerk der klassische Karriereschritt. Aber lohnt sich der Aufwand von Monaten oder Jahren Weiterbildung wirklich? Eine ehrliche Bilanz.
Was der Meister Ihnen bringt
- Mehr Gehalt: Meister verdienen in der Regel deutlich mehr als Gesellen, besonders mit Führungsverantwortung.
- Selbstständigkeit: In zulassungspflichtigen Handwerken ist der Meister Voraussetzung für einen eigenen Betrieb. Mehr unter Meisterpflicht.
- Verantwortung: Bauleitung, Werkstattleitung, Ausbildung von Lehrlingen.
- Gefragtheit: Viele Betriebe suchen händeringend Meister – etwa für die Eintragung ins Installateurverzeichnis oder eine Betriebsnachfolge.
- Studium: Der Meister berechtigt in Deutschland zum Studium.
Was er kostet
Lehrgang und Prüfung kosten je nach Gewerk und Anbieter mehrere tausend Euro. Dazu kommen Zeit und, bei Vollzeitkursen, entgangener Verdienst.
So wird es günstiger
- Aufstiegs-BAföG: Der Staat übernimmt einen großen Teil der Lehrgangs- und Prüfungskosten als Zuschuss, der Rest ist ein günstiges Darlehen. Wer besteht, bekommt einen Teil des Darlehens erlassen.
- Meisterprämie: Einige Bundesländer zahlen nach bestandener Prüfung zusätzlich eine Prämie.
- Arbeitgeber: Viele Betriebe beteiligen sich an den Kosten oder stellen frei – oft gegen eine Bindung an den Betrieb.
Vollzeit oder berufsbegleitend?
Vollzeit geht schneller, kostet aber Einkommen. Berufsbegleitend dauert länger und ist anstrengend, dafür läuft das Gehalt weiter. Fragen Sie Ihren Arbeitgeber, ob er Teilzeit oder Freistellung ermöglicht.
Für wen sich der Meister lohnt
Für alle, die führen, ausbilden oder sich selbstständig machen wollen. Wer lieber Spezialist bleibt, etwa im Service, kann mit Herstellerschulungen oder dem staatlich geprüften Techniker ähnlich weit kommen.
Was Meister in Ihrer Region verdienen, zeigt der Gehaltscheck.
Häufige Fragen
Wie viel verdient ein Meister mehr?
Das hängt von Gewerk, Region und Verantwortung ab – in der Regel aber deutlich mehr als ein Geselle.
Wer bezahlt die Meisterschule?
Einen großen Teil übernimmt das Aufstiegs-BAföG. Manche Arbeitgeber und Bundesländer geben zusätzlich Geld dazu.
Meister oder Techniker?
Der Meister passt für Führung und Selbstständigkeit im Handwerk, der Techniker eher für Planung und Industrie.
Was verdienen Sie in Ihrer Region wirklich?
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